Was die Telemedizin mit dem Corona-Virus zu tun hat

Frau mit Gesichtsmaske

Seitdem das Corona-Virus in Deutschland ausgebrochen ist, sind Besuche in der Arztpraxis noch riskanter geworden. Die Telemedizin bietet hier eine neue Möglichkeit, die Ansteckungsgefahr zu minimieren und Sprechstunden trotz Quarantäne stattfinden zu lassen.

Über das Corona-Virus

Ursprünglich in China ausgebrochen, hat das Corona-Virus (COVID-19) inzwischen auch Deutschland und die Schweiz erreicht. Allein in Deutschland wurden bisher über 1000 Infizierte und 2 Tote gemeldet. Fast die Hälfte aller Infizierten stammen aus Nordrhein-Westfalen und auch Bayern und Baden-Würtemberg sind stark betroffen. Mediziner befürchten eine weitere Ausbreitung.

Als Folge werden zahlreiche Großveranstaltungen wie Fußballspiele und Messen abgesagt. Denn auch wenn eine Erkrankung bei dem durchschnittlichen Patienten meist mild verläuft, gibt es zahlreiche Personengruppen, bei denen das nicht der Fall ist.

Besonders gefährdet sind:

  • Ältere Menschen
  • Menschen mit Vorerkrankungen wie Lungenkrankheiten (COPD), Diabetes, Herzkreislauferkrankungen (Herzklappenfehler, Bluthochdruck, Koronare Herzkrankheit)
  • Menschen, die an Krebs leiden
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem (HIV-Erkrankung, Asthma, Rheuma, Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Morbus Crohn)

Bei Patienten, die zu diesen Risikogruppen gehören, kann eine Infektion zu einem deutlich schwererem Krankheitsverlauf und sogar zum Tod führen. Aus diesem Grund wird gefährdeten Menschen geraten, besondere Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen und den Kontakt mit Infizierten zu vermeiden.

Neue Möglichkeiten zur Verringerung des Ansteckungsrisikos durch die Telemedizin

Doch wie kann das Infektionsrisiko vermindert werden, wenn ein Arztbesuch mit einem Aufenthalt in den mit potentiellen Krankheitsüberträgern gefüllten Wartezimmern verbunden ist?

Gerade um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, ist es wichtig, dass die Menschen bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung zum Arzt gehen und sich auf eine Infektion prüfen lassen. Auf diese Weise setzen sie jedoch die anderen Patienten einem erhöhten Risiko aus. Besonders gefährlich dabei ist, dass viele Patienten in den Wartezimmern zu den oben genannten Risikogruppen gehören.

Die Telemedizin kann hier Abhilfe schaffen. Durch Videosprechstunden können Angehörige der Risikogruppen einen Besuch der Arztpraxis vermeiden und unter Quarantäne stehende Infizierte müssen nicht auf ärztlichen Rat verzichten. Auch das medizinische Personal wird so vor einer Infektion geschützt.

Immer mehr Arztpraxen bieten nun Videosprechstunden an. Dazu zählt auch die Praxis von Dr. Philip Törnberg und Peter Heuter in Birgden, worüber unter anderem in den Aachener Nachrichten berichtet wurde.

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